Ein häufiger Waldbaum

Besonderes

Das Holz der Buche Aus den Bucheckern kann man ein schmackhaftes Öl gewinnen. [mehr]  ist vielseitig verwendbar. Man fertigt daraus zum Beispiel Möbel, Teile des Klaviers, Holzkohle und Parkette. Gleichzeitig liefert die Buche Aus den Bucheckern kann man ein schmackhaftes Öl gewinnen. [mehr]  wertvolles Brennholz.
Die Bucheckern sind zwar essbar, sollten jedoch nicht in grösseren Mengen genossen werden, da sie schwach giftig sind. Aus den Nüssen kann man Öl gewinnen (etwa 11 Liter aus 25 kg Nüssen). Dieses ist ungiftig, mild und lange haltbar.

Vorkommen

Die Buche ist empfindlich gegenüber Spätfrösten, undurchlässigen Böden, in denen sich Staunässe bildet und sehr trockener Luft. Deshalb wächst sie am besten auf ebenen, wasserdurchlässigen Böden in der unteren montanen Stufe. Generell kommt sie auf der ganzen montanen Stufe vor, seltener findet man sie auf der kollinen oder subalpinen Stufe. Im Jura erreicht sie unter Umständen auch die Baumgrenze.

Beschreibung

Die Rotbuche ist ein Laubbaum, der bis 40 m hoch werden kann und einen Stammdurchmesser von bis zu 2 m erreicht. Die Rinde ist glatt und meistens gleichmässig grau. Das Holz ist hart, rötlichweiss und gut bearbeitbar.

Die Knospen der Buche sind lang, zugespitzt und von hellbraunen Schuppen geschützt. Im Frühling erscheinen die jungen Blätter, welche am Rand und entlang der Blattnerven seidig weich behaart sind. Ältere Blätter sind hingegen fast kahl, Haare findet man nur noch am Blattrand und in den Nervenwinkeln der Blattunterseite. Der etwa 1 cm lange Blattstiel ist ebenfalls behaart.

Buchen blühen im Frühling. Die erste Blüte ist ab einem Alter von 40 - 60 Jahren zu erwarten und oft steht der Baum nur alle 5 - 6 Jahre in voller Blüte.
Die männlichen Blütenstände hängen an einem bis zu 5 cm langen Stiel von den Ästen herab und bestehen aus vielen Blüten, welche kugelig angeordnet sind.
Um die weiblichen Blüten herum bildet sich die Cupula Ein Fruchtbecher, welcher die Früchte von Buchengewächsen umgibt. [mehr] . Anfangs ist sie grün, später verholzt sie und wird braun. Die Cupula Ein Fruchtbecher, welcher die Früchte von Buchengewächsen umgibt. [mehr]  ist eiförmig und mit weichen Stacheln bedeckt. In ihr befinden sich zwei dreikantige Nüsse, die Bucheckern. Im Herbst öffnet sich die Cupula Ein Fruchtbecher, welcher die Früchte von Buchengewächsen umgibt. [mehr]  und die reifen Bucheckern fallen zu Boden.

Schutzstatus

In der Schweiz nicht gefährdet.

Quellen

FRANKE, W. (1997): Nutzpflanzenkunde; nutzbare Gewächse der gemässigten Breiten, Subtropen und Tropen. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.

HESS, H. E., LANDOLT, E., HIRZEL R. (1976): Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Bd. 1, Pteridophyta bis Caryophyllaceae. 2. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel.

MOSER, D., A. GYGAX, B. BÄUMLER, N. WYLER & R. PALESE (2002): Rote Liste der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen der Schweiz. Hrsg. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern; Zentrum des Datenverbundnetzes der Schweizer Flora, Chambésy; Conservatoire et Jardin botaniques de la Ville de Genève, Chambésy. BUWAL-Reihe «Vollzug Umwelt». 118 S.

  • Junge Buchenblätter, die am Rand seidig weiss behaart sind.
  • Ein Buchenkeimling auf einem rostigen Blech liegend: Er hat zwei dicke, halbkreisförmige Keimblätter. Die zwei ersten richtigen Blätter sind sich am entfalten.
  • Die ledrigen, dunkelgrünen Buchenblätter sowie die braune, mit weichen Stacheln bedeckte Cupula der Buchenfrüchte.