Wie Naturschutzgebiete entstehen
Schutzgebiete errichten, aber wie?
Für stark bedrohte Pflanzen und Tiere werden spezielle, noch nicht geschützte Standorte gesucht. Entweder kommen darauf die bedrohten Pflanzen und Tiere noch vor oder der benötigte Lebensraum ist noch vorhanden, oder aber das Gebiet eignet sich gut für eine Renaturierung beziehungsweise eine Umgestaltung. In seltenen Fällen führen Landschenkungen zu neuen Reservaten.
Der Kauf
Im Idealfall kann die Fläche erworben werden. Wenn nicht, muss in der Umgebung geeigneter Realersatz gesucht und mit der Zielfläche abgetauscht werden. Manchmal sind auch Tauschgeschäfte über Dritte notwendig.
Chance Güterregulierung
Grössere zusammenhängende Naturflächen können im Rahmen von Güterregulierungen geschaffen werden.
Dazu erwerben wir möglichst viele Flächen von verkaufswilligen Eigentümern. Anschliessend tauschen wir das für uns uninteressante Land gegen zukünftige Schutzgebiete ein. Dabei kann uns landwirtschaftlich wertvolles Land im Gegenzug grosse Flächen an "wertlosem" Schutzgebiet einbringen.
Die Schutzgebiete wachsen
Bereits zwei Jahre nach der Gründung konnte Pro Natura Aargau ihr erstes Reservat erwerben. Der Aare-Altarm Machme in Klingnau hatte bereits die stolze Grösse von 5.05 ha.
Seit den Anfängen sind im ganzen Kanton Aargau noch viele weitere Gebiete dazu gekommen.
Grosse Gebiete als Ziel
Damit einzelne Arten eine Überlebenschance haben, genügt es nicht mehr, Kleinstbiotope zu erhalten. Deshalb weiten wir bestehende Naturschutzgebiete aus, oder versuchen sie mit anderen zu vernetzen.
Interne Unterscheidung
Pro Natura unterscheidet intern zwischen Schutzgebieten hoher Bedeutung, welche durch den Zentralverband finanziell unterstützt werden und den anderen. Für diese Gebiete mit geringerer Bedeutung muss die Sektion alleine aufkommen. Je nach Wert des Lebensraumes und den darauf vorkommenden Arten beteiligen sich auch der Bund und der Kanton an den Kosten für Unterschutzstellung, Gestaltungsmassnahmen und Unterhalt.





