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Naturschutzgebiete im Aargau |
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Grundsätzlich befinden sich alle Schutzgebiete im gemeinsamen Besitz von Pro Natura (Schweiz) und der Sektion Pro Natura Aargau.
Da Pro Natura schweizweit viele Naturschutzgebiete geschaffen hat und laufend neue hinzukommen, musste wegen den beschränkten finanziellen Mittel eine Strategie geschaffen werden.Bei Pro Natura intern wird nun zwischen Schutzgebieten hoher Bedeutung, welche weiterhin durch den Zentralverband finanziell unterstützt werden und den anderen unterschieden. Für diese Gebiete mit geringerer Bedeutung muss die Sektion allein aufkommen. Je nach Wert des Lebensraumes und den darauf vorkommenden Arten beteiligen sich auch der Bund und der Kanton an den Kosten für Unterschutzstellung, Gestaltungsmassnahmen und Unterhalt.
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Zwei Typen von Naturschutzgebieten Ganz grob lassen sich Schutzgebiete in die zwei folgenden Kategorien unterteilen. In der Praxis gibt es je nach Zielsetzung und Gewichtung verschiedene Übergangsformen.
Wildnisgebiete:Elemente der Naturlandschaft, welche bei uns nicht mehr existiert. Die Natur wird sich selber überlassen, die eigenen Prozesse und Entwicklungen laufen nicht kontrolliert ab. Dabei wird grundsätzlich nicht oder nur in Ausnahmefällen eingegriffen. Im Gebiet des Kantons Aargau sind dies natürliche Lebensräume wie Naturwälder, Auengebiete, Hochmoore oder Felsköpfe mit Blockhalden. Neue Wildnisgebiete können mit der Unterschutzstellung einer geeigneten Fläche geschaffen werden. Mit allfälligen Initialmassnahmen wie das Entfernen der Uferverbauung oder das Fällen standortfremder Baumarten erhält die ursprüngliche Natur schneller die Möglichkeit zur Entfaltung. Dieser sogenannte Prozessschutz hat beispielsweise in folgenden Gebieten Priorität :
Lebensräume der trad. Kulturlandschaft:Diese naturnahen und artenreichen Lebensräume sind durch verschiedene Bewirtschaftungsformen des Menschen entstanden. Sie können nur mit einer regelmässigen Nutzung oder Pflege erhalten werden, dazu gehört die Mahd, das Fällen von Bäumen oder das Beweiden. Dadurch entstanden Magerwiesen, Riedflächen, Hecken, Bruchsteinmauern, Hochstamm-Obstgärten und gebuchtete Waldränder. Die Intensivierung und Mechanisierung der Landwirtschaft führte dazu, dass diese Lebensräume durch direkte Zerstörung selten wurden oder die bestehenden durch Aufgabe der Bewirtschaftung verbuschten und verwaldeten. Wichtig ist, dass wieder Nutzungsformen gefunden werden, um eine extensive Bewirtschaftung weiterzuführen. In folgenden Gebieten soll durch eine geeignete Bewirtschaftung die ehemals kleinräumige, reich strukturierte Kulturlandschaft erhalten werden.
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| © Pro Natura Aargau 2009 |